Es gibt uns nicht mehr, aber…
Abgelegt unter: Allgemein, Ausstellungen | Kommentare (0)
Liebe Freunde der Helmspark-Galerie!
Ja, es ist ein vielgehörter Satz: Alles geht einmal zu Ende, aber auch in diesem Fall stimmt er. Die Helmspark-Galerie hat in der alten Form ihre Pforten geschlossen. Manchmal ergeben sich die Dinge parallel miteinander, so wie hier, und wir fragen uns: Ist es Zufall oder nicht? In diesem Fall treffen zwei Punkte aufeinander: Ich bin aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage, mich verantwortungsvoll um Ausstellungen und Vorbereitungen zu kümmern und das Möbelhaus Witt benötigt zeitgleich die großen Räumlichkeiten wieder.
Was bleibt? Ein gewaltiges Dankeschön an Rosemarie und Frieder Höger, die mir ohne einen Cent dafür zu nehmen und einen geschäftlichen Vorteil davon gehabt zu haben, den Raum zur Verfügung stellten. Danke, danke, danke!
Ein Dankeschön an die Künstler und an Dr. Wolf Tekook als Mitkurator der Galerie. Wir haben das uns Mögliche getan, um ehrenamtlich für Künstler eine hochwertige Ausstellungsmöglichkeit in Hamburg zu eröffnen. Es waren wunderbare Künstler hier. Allen gilt noch einmal unser Dank und auch allen, die uns besucht und freundschaftlich begleitet haben!
Für mich bedeutet die Arbeit mit der Helmspark-Galerie in vielerlei Hinsicht ein Lebenserleben, das ich nicht missen möchte. Deshalb werde ich auch weiterhin gerne die Lebens- und Kunstwege der Künstler begleiten, die bei uns ausgestellt haben. Etwas soll bleiben, bleiben in meiner Erinnerung und in der Erinnerung der Künstler und Künstlerinnen.
Es wird sich also auch zukünftig lohnen, das eine oder andere Mal hier vorbeizuschauen. Das „Es war einmal…“ wird so ein „Es ist geworden…“ sein. So wie es meine Zeit erlaubt, werde ich die Geschichten der Künstler hier erzählen – denn alles wird einmal zu Geschichte – die Welt, wir und auch unsere Kunst. Aber am Ende soll für uns alle stehen, und das wünsche ich uns allen von ganzem Herzen: Aber schön war es doch!
Es grüßt Sie alle herzlich auch im Namen von Dr. Tekook,
Johanna Renate Wöhlke
Cosia @ August 3, 2011
Das Ende unserer Ausstellung “Comfortable Landscapes”: Informativ, intensiv, interessant!
Abgelegt unter: Ausstellungen, Helmspark- Gespräche | Kommentare (0)
Die Ausstellung “Comfortable Landscapes” von Dr.Wolf Tekook ( WolfTek) ging mit einer interessanten und informativen Gesprächsrunde mit Professor Dr.-Ing. Moustafa Abdel-Maksoud zu Ende, head of department des Institutes für Fluiddynamik an der Technischen Universität in Hamburg Harburg.
Der in Ägypten geborene Wissenschaftler stand Rede und Antwort zu Fragen rund um Veränderungen, wie sie sich gerade in seinem Geburtsland und in der arabischen Welt vollziehen – ein idealer Abschluss für eine Ausstellung, deren Bilder Wandlungen und Veränderungen zum Thema hatten.
Ich bedanke mich noch einmal sehr herzlich bei Professor Abdel-Maksoud für die Bereitschaft, mit uns diese Ausstellung auf so hohem Niveau zu beenden. Wissen und persönliche Erfahrungen ergänzten sich ideal mit den Bildern und deren Inhalten. Den Gästen und Freunden danke ich für das intensive Gespräch und das Interesse. Vielleicht sehen wir uns bei der nächsten Ausstellung wieder!
Johanna Renate Wöhlke, Kuratorin
Cosia @ März 31, 2011
Ende einer Ausstellung: Comfortable Landscapes
Abgelegt unter: Ausstellungen, Helmspark- Gespräche | Kommentare (0)
Sonnabend, 26. März 2011, 14 bis 15.30 Uhr
Comfortable Landscapes
Von WolfTek ( Wolf Tekook) aus Krefeld – www.wolftek.de
Gezeigt wurden Landschaftsbilder, Bilder aus dem Bereich der Architektur, Abstraktionen der Erdoberfläche sowie dazu passende Leuchtobjekte. Biegungen und Rundungen. Faltungen und Veränderungen, wo man sie nicht erwartet, waren dabei das Thema dieser Einzelausstellung seit vier Monaten in der
Helmspark- Galerie, www.helmspark-galerie.de
Helmsweg 6 (Zugang: Möbelhaus Witt)
21218 Seevetal
Telefon: 04105 – 12034
Wir laden ein zu einem abschließenden Galeriegespräch mit dem Künstler Dr. Wolf Tekook und Professor Dr.-Ing. Moustafa Abdel-Maksoud, dem Leiter des Institutes für Fluiddynamik an der Technischen Universität in Hamburg Harburg.
Mit Professor Abdel-Maksoud werden wir die elementaren politischen Veränderungen in seinem Geburtsland Ägypten besprechen können, eine Möglichkeit, aus erster Hand und persönlichem Erleben heraus miteinander zu reden. Zeitgleich haben sich diese Veränderungen im Laufe unserer Ausstellung vollzogen. Deshalb sind wir besonders glücklich darüber, mit Professor Abdel-Maksoud diesen Weg mit Kunst und Politik beschreiten zu können.
Am Ende werden wir gemeinsam die Bilder abhängen und somit auch einen Wandel vollziehen, den Raum verändern und diesen Vorgang symbolisch als einen Akt der Veränderung begreifen. Nunmehr leere Wände laden dazu ein, mit der kommenden Ausstellung wieder Teil eines Wandlungsprozesses zu sein.
Wann: Sonnabend, 26. März 2011, 14 bis 15.30 Uhr in der Galerie.
Persönliche Worte der Kuratorin Johanna Renate Wöhlke:
Dies ist einer der seltenen glücklichen Zufälle im Leben, die unmittelbar eine Verbindung zwischen einem künstlerischen Thema und der Wirklichkeit ermöglichen. Eine Ausstellung und die Thematik des Künstlers treffen auf unmittelbar in der Realität nachzuvollziehende Entwicklungen.
Gerade deshalb freue ich mich als Kuratorin der Ausstellung darüber, dass Professor Abdel-Maksoud sich gerne bereit erklärt hat, dieses Gespräch mit uns zu führen. Ein Gespräch, das sich auf positive Veränderungen und Prozesse bezieht – im Umfeld von so viel Negativem, wie wir es gerade in aller Härte erleben und beobachten können.
Die Prozesse des Lebens, nie sind sie einfach und unkompliziert, immer zwingen sie uns in Entwicklungen hinein, denen wir uns stellen müssen. Das mag wie eine Binsenweisheit klingen, ist aber im Kern genau das, was Kunst immer wieder auf so mannigfache Art und Weise zu thematisieren vermag.
Johanna Renate Wöhlke
Hamburg, den 15. März 2011
Cosia @ März 15, 2011
Comfortable Landscapes – Impressionen von der Vernissage
Abgelegt unter: Ausstellungen | Koomentare (1)

Faltungen und menschliche Türme

Schriftsteller Uwe Friesel vor gefalteten Landschaften

Besucherdiskussionen

Faltungen sorgen für Gesprächsstoff

Gut gefüllte Galerie

Uwe Friesel liest aus seinen Werken

Uwe Friesel
las für das Publikum der Ausstellungseröffnung seinen Text: “Zwischen allen Stühlen ist der Platz des freien Autors” in einer extra für diese Veranstaltung gestalteten Fassung eines Essays, der vor zwanzig Jahren entstanden ist - genau zu der Zeit übrigens, als WolfTek mit seiner Bildbearbeitung am Computer begann. Dreißig Minuten lang faszinierende Gedanken über Kunst und Kultur im politischen Kontext der Wiedervereinigung vor zwanzig Jahren. Gedanken, deren Aktualität noch heute gegeben ist, Gedanken, die anschließend in der Diskussion grundlegende Fragen des Verhältnisses von Kunst und Gesellschaft berührten – immer aktuell bleibend und deshalb im Kontext der Ausstellung Verbiegungen, Verwerfungen, Veränderungen auf eine umfassende Weise beleuchtend. Wir danken für diesen wunderbaren Beitrag und drucken ihn hier ab.
Uwe Friesel
Zwischen allen Stühlen ist der Platz des freien Autors
Geschichte, das haben freie Geister immer wieder erkennen müssen, ist nicht berechenbar. Sie entzieht sich dem Kalkül. Sie gleicht dem Anbranden von Meereswellen an die Küste unserer Gegenwart, von wo aus wir sie betrachten. Will sagen, wir betrachten sie nie an sich, nie als Gegenwärtiges, sondern stets in ihrer Wirkung auf uns, von heute aus. Geschichte ist die Wirkung von Vergangenheit auf die Gegenwart. Je nach geographischer Lage und politischer Absicht wird sie unterschiedlich interpretiert. Ihre Darstellung ist deshalb schwierig, fast wie ein Orakel. Hochrechnungen in die Zukunft gelingen noch seltener, und wenn, dann nur in vergleichsweise harmlosen Regelkreisen. Mehr auf Seite357
WolfTek @ November 28, 2010
Comfortable Landscapes von WolfTek
Abgelegt unter: Ausstellungen, Kalender | Kommentare (3)
Biegungen und Rundungen, wo man sie nicht erwartet, sind Thema der Einzelausstellung

Comfortable Landscapes von WolfTek
die ab dem 27. November 2010 in der
Helmspark- Galerie
zu sehen ist.
Vernissage: Samstag, 27.November 2010, 14:00
Gezeigt werden Landschaftsbilder,

Ernte
Bilder aus dem Bereich der Architektur,

Antike
Abstraktionen der Erdoberfläche

Mediocrien
sowie dazu passende Leuchtobjekte.

Zauberwald und Durchblick
Die Ausstellung wird bis zum 26. März 2011 zu sehen sein.
Zur Vernissage
erwarten wir den ehemaligen Bundesvorsitzenden des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS), Uwe Friesel.
Wort und Bild werden bei dieser Vernissage in besonderer Weise aufeinander treffen.
Biegungen und Rundungen, wo man sie nicht erwartet – Strukturen und Abläufe, die so nicht erkennbar waren und sich doch auf die ihnen eigene Weise entfalten und Realitäten gebildet haben.
Diese Gedanken sind es, die sich in der neuen Ausstellung der Helmspark-Galerie und dieser besonderen Vernissage ebenfalls auf die ihnen eigene Weise entfalten sollen:
Der Künstler WolfTek, Dr Wolf Tekook, aus Krefeld und der in der Kulturlandschaft Deutschlands bekannte und sie mit geprägt habende Schriftsteller Uwe Friesel begegnen sich auf die ihnen eigene Weise in Bild und Text.
Uwe Friesel in der Helmspark Galerie begrüßen zu können, ist mir eine besondere Freude. Er ist der erste, auf dem historischen Kongress von 1991 in Travemünde von Ost- wie Westautoren gemeinsam gewählte Präsident des Verbands deutscher Schriftsteller, damals noch IG Medien, heute ver.di.
Was er vor allem bei dem damaligen Innenminister Schäuble – bereits im Rollstuhl, aber noch voller Elan wegen der sich abzeichnenden Vereinigung der beiden deutschen Staaten – bewirken wollte, war, dass man nicht die Kultureinrichtungen der alten DDR “abwickelte” und in Bausch und Boden für ideologisch verseucht erklärte.
Uwe Friesel: „Der Bach der Thomaner war eben Bach, und zwar der beste auf der Welt, und die ostdeutsche Heine-Ausgabe war besser als die westdeutsche. Hat auch schließlich in großem Umfang geklappt, mit Ausnahme der Leipziger Bücherverklappung. Die war schrecklich.“
Seine kurze Lesung trägt den Titel: „Zwischen allen Stühlen ist der Platz des freien Autors“. Es handelt sich dabei um einen extra für diese Vernissage umgeschriebenen Text, den Uwe Friesel 1992 im Rahmen der Reihe „Dichter predigen“ in Schleswig Holstein gehalten hat und der heute, nach 20 Jahren Wiedervereinigung, in seiner Aktualität und Brisanz aufmerksame Zuhörer finden dürfte.
Aus dieser Perspektive ist der Text geschrieben, den Uwe Friesel lesen wird und über den wir miteinander mit dem Künstler und seinen Werken und dem Publikum ins Gespräch kommen wollen: Biegungen und Rundungen, Strukturen, Abläufe und die Position des Betrachters der Bilder WolfTeks verflochten mit den Gedanken eines kritischen Schriftstellers – ein mehr als spannender Nachmittag im Miteinander der Künste und Diskussion ist also gewiss!
WolfTek @ November 1, 2010
Finissage “Wilde Striche”
Abgelegt unter: Ausstellungen, Helmspark- Gespräche | Kommentare (2)
Am Freitag, dem 29. Oktober 2010 um 19 Uhr
wird die Galerie nicht nur Schauplatz der Finissage unserer Ausstellung “Wilde Striche” sein. Wir werden diese Finissage halten mit einem Vortrag und anschließender Diskussion des Hamburger Regisseurs, Autors und Journalisten Hans-Peter Kurr.
Er wird sich im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Freiheit, die ich meine…” Gedanken machen zum Thema Freiheit in der Kunst mit Schwerpunkt Wort, Sprache und Schrift. Der Titel, unter dem sich Vortrag und Diskussion entfalten sollen, lautet:
“Die Freiheit in der Kunst bedeutet nicht nur künstlerische Freiheit”
Diese Veranstaltung ist gleichzeitig eine Veranstaltung von “Die Auswärtige Presse e.V.” (DAP) in Hamburg, deren Beiratsmitglied Hans-Peter Kurr ist. Die Einladung ergeht also an Sie alle sowohl im Namen der Kuratoren der Galerie, Dr. Wolf Tekook und Johanna Renate Wöhlke, als auch im Namen des Vorstandes der DAP Hamburg www.dap-hamburg.de
Hier schon einmal vorab einige kurze Gedanken von Hans-Peter Kurr, die sich auch auf die tagesaktuelle Kulturpolitik in Hamburg Ende September 2010 beziehen.
Jedwede Kulturform hat eine innere Gesetzmäßigkeit ihres Verlaufes, in Jugend, Alter, Entfaltung, Reife, Verfall und Tod. Das ist historisches Prinzip. So erscheint die wahrscheinlich bevorstehende Schließung des Deutschen Schauspielhauses folgerichtig, nachdem das über einhundert Jahre alte Haus mit Gustaf Gründgens in den 60/70er Jahren einen nie wieder erreichten Höhepunkt hatte.
Bedauerlich zwar, aber: Nur wenige geistig-mystische Prinzipien, die originär “nicht von dieser Welt” sind, sondern dem “Schulungsplaneten Erde” aus übergeordneten Zonen – wie Brecht sagt, den “höheren Regionen” – implantiert wurden, um die Lebensqualität und den Lebenssinn für das einzige Wesen, das “ein Bewusstsein seiner selbst” hat, also den Menschen, erkennbar zu machen, unterliegen dieser Gesetzmäßigkeit nicht, sondern werden selber Gesetz.
Dazu gehören Begrifflichkeit und Inhaltlichkeit des Wortes “Freiheit”. Das gilt insbesondere für die “Freiheit in der Kunst”. Wird sie – in ihrer Eigenschaft als kosmisches Gesetz – verletzt oder gar getötet, wie das gegenwärtig in Hamburg durch ahnungslose Kommunalpolitiker geschieht, hat das immer karmische Folgen. Schicksalskurven, unausweichliche Entsprechungen und führen von geistbestimmten zu animalischen Lebensformen.
Es ist das Unvermeidliche solcher Betrachtung, dass der Betrachter selber diesen Vorgang zumeist verspätet bemerkt. So sind, zunächst nahezu unbemerkt, ganze Völker – wie z.B. das römische der Antike – untergegangen, nicht weil der “homo sapiens” in seiner sapientia versagt hätte, sondern der “homo artifex” in seinem artificium.
Kirchliche Insitutionen, die des Menschen Rückkoppelung an seinen Ursprung, also seine Ur-Freiheit ( also: Religion) vermitteln sollen, sind in dieser Fragestellung selten hilfreich. So befürchte ich, dass die paulinische, also die abendländisch-christliche, diesen Auftrag nicht einmal ansatzweise erfüllt hat.
“Freiheit der Kunst” in ihrer Erscheinungsform als Gesetz, darf nicht eingeschränkt, nicht verletzt oder gar getötet werden. Anderenfalls würde der Mensch sein einzig wirksames Äquivalent gegen die Todesangst verlieren…….
Cosia @ September 25, 2010
Das Göttliche Spiel
Abgelegt unter: Ausstellungen, Feuilleton | Kommentare (3)
Die kleinste aller Schöpfungsgeschichten
von Johanna Renate Wöhlke
Artikel zur WolfTek- Ausstellung Comfortable Landscapes in der Helmspark- Galerie, Hittfeld bei Hamburg
Als es Gott in den Sinn gekommen war, die menschliche Welt zu erschaffen, machte er viele Versuche. Jeder gute Baumeister hat keine festen Pläne im Kopf, er spielt und experimentiert mit Möglichkeiten. Er entwirft und verwirft. Er sieht und begutachtet. Er testet und entscheidet. Gott ist ein omnipotenter Planer und Spieler, ein Allmöglichkeitenspieler. Weil das so ist, hat er aus göttlicher Weisheit und wissendem Mitgefühl auch den Menschen ähnliche Möglichkeiten eingeräumt, aber davon will ich später erzählen.
Er nahm sich also Papier, vielleicht auch Stoff, malte sich seine Welt in bunten Farben und vielfältigen Formen auf und begann, mit den Abbildern seiner Welt zu experimentieren. Glatt und schön sollte die Welt aussehen, so fand er zuerst.
Er malte und malte - und malte das Meer. Das Meer war eben und lag wie ein schwerer Teppich auf der Erde. Aber nach einer Weile langweilte sich Gott bei seinem Anblick. Schöner, dachte er, schöner ist es mit Verwerfungen und etwas Unruhe. Er begann, das Meer hin und her zu schieben. So entstanden Falten. Gott nannte sie Wellen.
Gott empfand immer mehr Freude daran, mit seiner Schöpfung zu spielen und begann, auch die ebene Erde hin und her zu schieben, sie zu verwerfen, zu falten und zu fälteln und zu erproben, wie flexibel sie sein könnte. So entstanden Erdfalten. Gott nannte sie Hügel, Berge, Klippen und Gebirge. Er verbog und verkantete, schichtete sie schroff, legte zusammen und zog auseinander, verformte und verrunzelte mit Freude.
Immer vielschichtiger wurde die Welt. Immer mehr formte sich ihr Gesicht und entwickelten sich ihre Konturen. Am Ende erwachte sie im Glanz der Morgensonne, versank im Glühen der Abendsonne und immer waren es die göttlichen Falten, die der Erde dabei ihre bizarre, strahlende Schönheit schenkten. Ich werde sie Ruga nennen, dachte Gott, Ruga, die Gefaltete.
An dem Tag, als Gott den Menschen erschuf, war es windstill über den Meeren. So wurde auch der Mensch glatt, jung und schön und doch hatte er auch Falten. Denn Gott hatte Gefallen gefunden an seiner vielfaltigen Welt.
Der Mensch besah sich die göttliche Welt. Er durchstreifte sie, eroberte sie so gut er konnte. Doch immer mehr fühlte er ein Unvermögen. Immer unzufriedener wurde er. Er besah das Meer und konnte keine Wellen machen. Er besah die Berge und konnte keine Hügel aufschichten und Täler formen. Er eroberte sich den Himmel und konnte doch nicht eine einzige Wolke daran hindern, ihren ureigenen Lauf zu nehmen.
Gott sah, dass der Mensch unzufrieden war. Das beunruhigte ihn und er dachte bei sich: Ich sollte ihm ein Spielzeug geben, ein Spielzeug, das ihn für die Zeit seines Erdenlebens wenigstens ein wenig zufriedener macht – und er erinnerte sich an seine ersten Zeichnungen, die er von der Welt gemacht hatte. Und Gott suchte und fand die Papiere und Stoffe mit den Zeichnungen und gab sie dem Menschen.
Als der Mensch diese göttlichen Zeichnungen sah, war er begeistert. Er riss sie Gott aus der Hand und begann sofort, damit zu spielen. Er verbog und verkantete, schichtete sie schroff, legte zusammen und zog auseinander, verformte und verrunzelte mit Freude. Endlich war die Welt ein Spielzeug in seinen Händen. Er konnte sie formen nach seinem Bild.
Gott setzte sich zufrieden neben den Menschen, schaute ihm zu, ermunterte ihn erwartungsvoll und neugierig zu immer wieder neuen Spielen mit den göttlichen Entwürfen der Welt und dachte bei sich: Das habe ich gut gemacht. Der Mensch ist fähig zu seinen Werken, wenn ich ihm meine in die Hand gebe. Das soll Kunst genannt werden.
Und Gott lehnte sich zurück und war glücklich.
WolfTek @ September 17, 2010
Helmspark- Galerie in Südamerika
Abgelegt unter: Allgemein | Koomentare (1)
Im neuen, in mehreren Ländern Südamerikas erscheinenden Kulturmagazin A&E ist auch die Helmspark- Galerie gebührend vertreten.

Vorderseite des A&E- Magazins

Rückseite des A&E- Magazins
WolfTek @ September 16, 2010
Ein Garten wie ein Lebenspark für Frank Focke
Abgelegt unter: Ausstellungen | Kommentare (5)
Von Johanna R. Wöhlke
Die letzte Vernissage mit Skulpturen von Frank Focke schien mir wie eine Feier in einem Lebenspark zu sein, so lebendig und so wunderbar eingepasst in den Garten der Galerie am Fachwerk in Jesteburg schienen seine Kunstwerke zu sein.

Die Galeristin Inge Zorn hatte schon vor zehn Jahren seine erste Vernissage ausgerichtet. Die Helmspark-Galerie richtete seine letzte Ausstellung aus und nun Inge Zorn und Franks Familie diese letzte wunderbare Vernissage nach seinem Tod, für die man nur danken kann. Der richtige Ort, um darüber hinaus eine lebendige Erinnerung zu bewahren!

Cosia @ September 4, 2010
Letzte Vernissage für Frank Focke
Abgelegt unter: Ausstellungen | Kommentare (0)
Living Stones. Bleibende Eindrücke in Stein, Bronze und Holz.
So nennen die Veranstalter die letzte Vernissage in memoriam Frank Focke.
Die Vernissage und Ausstellung findet statt im Rahmen der Kunstwoche Jesteburg in der Zeit vom 4. bis 12. September 2010.
Ort: Galerie im Fachwerk
Brückenstraße 10
21266 Jesteburg
Vernissage: Sonnabend, 4. September 2010, 16 Uhr
Die letzte Vernissage für einen wunderbaren Künstler, Menschen und Freund empfehlen wir allen, die Frank kannten und ihn durch seine Kunstwerke noch kennenlernen möchten.
Wir erinnern uns mit Freude und Dankbarkeit, seine Kunstwerke auch in unserer Galerie gehabt zu haben.
Cosia @ August 26, 2010
Vernissage “Wilde Striche” am 31. Juli 2010
Abgelegt unter: Ausstellungen | Kommentare (4)
An diesem Sonnabendnachmittag konnten die Besucher der Vernissage unserer neuen Ausstellung alle drei Künstler antreffen – weit gereist! Markus Frede aus Soest, Jakob Hronek aus Amsterdam und Claudia Platz aus Dachau. Claudia Platz hatte gemeinsam mit Künsterlerkollegen Neno Artmann einen besonders langen Weg auf sich genommen, traf gerade rechtzeitig zur Vernissage ein, um dann wieder den langen Weg zurück anzutreten. Wir bedanken uns sehr, sehr herzlich für dieses Engagement und diesen Einsatz, auch bei Neno Artmann, der während der Heimfahrt hinter dem Steuer saß!

Künstler und Kuratoren ( von links) Claudia Platz, Johanna Renate Wöhlke, Dr. Wolf Tekook, Jakob Hronek und Markus Frede

Links die Werke von Jakob Hronek, hinten die von Claudia Platz

Interessierte Betrachter vor den Bildern von Claudia Platz

Die Bilder von Markus Frede zogen die Blicke auf sich...

...aber auch diese Besucherin, die passend zu den Bildern von Jakob Hronek ein Kleid mit Punkten angezogen hatte!

Freude für Markus Frede: Er verkaufte schon während der Vernissage diese Lampe an eine Kundin, die sich "verliebt " hatte!



Fotos: Küssner/Wöhlke
Cosia @ August 3, 2010
“Wilde Striche” – ab 31. Juli 2010
Abgelegt unter: Ausstellungen, Kalender | Kommentare (6)

Freuen Sie sich auf die nächste Ausstellung in der Helmspark- Galerie!
Unter dem Titel Wilde Striche zeigen drei Künstler aus Deutschland und Österreich aktuelle Arbeiten:
Waren die letzten Ausstellungen mehr gegenständlich orientiert, so zeigen die Bilder dieser Künstler in beeindruckender Weise die Möglichkeiten des abstrakten Ausdrucks, gemalt bei Claudia Platz und Markus Frede, am Computer generiert bei Jakob Hronek.
Die sehr unterschiedlichen Stile der drei Künstler schaffen spannungsreiche Kontraste, die sicher zu intensiven Diskussionen Anlass geben werden.
Vernissage: Samstag, 31. Juli 2010, 14:00
Wir laden herzlich zum Besuch ein!
WolfTek @ Juni 10, 2010
Helmspark- Gespräche: Udo Pollmer
Abgelegt unter: Helmspark- Gespräche | Koomentare (1)
In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag, den 25. April 2010, Referent in der langen Nacht der Museen imZusatzstoffmuseum in Hamburg – www.zusatzstoffmuseum.de – am Sonntagabend zu einer Stippvisite in der Helmspark Galerie: Autor Udo Pollmer.
Bei einem Kennenlerngespräch im engsten Kreis konnte Udo Pollmer die Galerie in Augenschein nehmen, in der im Sommer eine große Veranstaltung mit ihm geplant ist.
Sie wird den Titel tragen: „Kann denn Essen Sünde sein?“ und wir freuen uns darauf, ein solches Highlight im Rahmen unserer Gesprächsreihe „Freiheit, die ich meine…“ anbieten zu können.
Nähere Informationen werden zeitnah an dieser Stelle veröffentlicht.
Für jetzt bedanken wir uns für den Besuch und freuen uns auf die weiteren Begegnungen!
Nur der Blick auf die Uhr, irgendwann, machte uns klar, dass eigentlich nur eine Stippvisite geplant war, aus der sich fast drei Stunden Vortrag und Gespräch entwickelten!
Die Zeit verging im Fluge, und erst sehr spät war dieser Abend beendet – ein größeres Lob für den Gast kann es eigentlich nicht geben. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!
Fotos: Inge Schmidt- Müller

WolfTek @ April 26, 2010
Frank Focke ist nicht mehr
Abgelegt unter: Allgemein, Ausstellungen | Kommentare (4)
Heute erschütterte uns die Nachricht, dass Frank Focke gestorben ist.
Von der ersten Vernissage in unserer Galerie an war der exzellente Bildhauer aus Seevetal ein wichtiger Teil unseres Konzeptes. In der aktuellen Ausstellung Fels und Stahl auf Leinwand trifft und in Der Kuss waren seine außergewöhnlichen Kopfskulpturen zentrale Punkte.
Die Welt verliert einen Künstler der Extraklasse, wir trauern um einen guten Freund. Den Angehörigen gebührt unser Mitgefühl.

Persönliche Anmerkung: Ich bitte zu entschuldigen, dass ich dieses Bild hier hochgeladen habe. Seit ich die schlimme Nachricht erhalten habe, kreisen alle Gedanken um Frank: Unsere Gespräche in der Galerie, die gegenseitige Sympathie….
Meine Art, mich auszudrücken, sind Bilder; dieses hier hat das Material, aus dem Frank seine einmaligen Skulpturen geschaffen hat, zum Thema.
Wolf Tekook
WolfTek @ April 22, 2010
Weiches und Hartes: Die Vernissage zur Ausstellung “Fels und Stahl auf Leinwand trifft”
Abgelegt unter: Ausstellungen | Kommentare (0)

Alles bereit für die Premierengäste
Seit dem 13. März 2010 hat die Helmspark- Galerie wieder ein neues Gesicht. Dieses Mal ergibt sich Spannung aus den so unterschiedlichen Arbeitsmaterialien der drei ausstellenden Künstler.
- Petra Wittmund aus Münster zeigt ihre großformatigen Bilder auf Leinwand, die inmitten oft abstrakter Anmutung durch “tierische” Akzente zu faszinieren wissen.
- Frank Focke aus Seevetal erschafft aus hartem Stein faszinierende Kopfskulpturen.
- Helmuth Wolf aus Kempen zwingt Eisen und Glas mit Hitze, Kraft und viel Kreativität in Formen.
Die Premierengäste waren begeistert von der Harmonie, die Kunstwerke derart unterschiedlicher Machart im Ensemble entstehen lassen.

Von links: Petra Wittmund, Frank Focke, die Kuratorin Johanna Renate Wöhlke und Helmuth Wolf bei der Schlussabnahme

Die Gäste der Vernissage waren einer kompetenten Betreuung durch die Kuratorin Johanna Renate Wöhlke sicher.
WolfTek @ März 14, 2010


















